Geseke/Paderborn. Er habe als
Kind schon gewusst, dass er Priester werden würde, sagt Berta Marx (82)
über ihren Sohn. Papst Johannes Paul II. ernannte den bisherigen
Paderborner Weihbischof jetzt zum neuen Bischof von Trier. Damit habe ich
niemals gerechnet, sagt Berta Marx und zeigt sich erschreckt, dass ihr
Sohn jetzt „so weit weg kommt“.
Mit Reinhard Marx übernimmt nach
Franz-Josef Hengsbach (Essen), Paul-Werner Scheele (Würzburg), Franz-Josef
Bode (Osnabrück) und Heinz-Josef Algermissen (Fulda) mittlerweise der
fünfte Paderborner Weihbischof ein deutsches Bistum.
Marx wird 1953 in
Geseke geboren. Dort legt er 1972 sein Abitur ab und beginnt anschließend
sein Studium der Theologie und Philosophie in Paderborn und Paris.
Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt weiht ihn 1979 in Paderborn zum
Priester. Nach zweijähriger Vikarszeit in Bad Arolsen ernennt er ihn zum
Geistlichen Rektor der Kommende, des Sozialinstitutes des Erzbistums mit
Sitz in Dortmund. Gleichzeitig beauftragt der Erzbischof Marx mit der
Seelsorge in der Berufs- und Arbeitswelt. Von 1981 bis 1989 studiert Marx
in Münster und Bochum und beendet diese Studien mit der Promotion zum
Doktor der Theologie. Seine Dissertation trägt den Titel „Ist Kirche
anders?: Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen
Betrachtungsweise“.
1989 ernennt ihn Erzbischof Degenhardt zum
Direktor der Kommende. Papst Johannes Paul II. ernennt Marx 1993 zum
Päpstlichen Ehrenkaplan. 1996 beruft ihn Erzbischof Degenhardt zum
Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät
in Paderborn. Papst Johannes Paul II. ernennt ihn am 23. Juli 1996 zum
Titularbischof von Pedena und Weihbischof in Paderborn. 1999 wird
Weihbischof Marx zum Vorsitzenden der Kommission Justitia et Pax der
Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der Deutschen
Katholiken gewählt. 2001 beruft ihn Erzbischof Degenhardt zum
residierenden Domkapitular. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört
Bischof Marx als stellvertretender Vorsitzender der weltkirchlichen
Kommission und der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen an.
gv/pdp
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