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Das Studium der Theologie erfordert Kenntnisse
der lateinischen, griechischen und hebräischen Sprache, die spätestens
bei der Anmeldung zur Zwischenprüfung (Lehramt/Magister) bzw.
Diplom-Vorprüfung nachgewiesen werden müssen. Dies bedeutet unter
Umständen eine erhebliche Belastung der ersten vier Semester des
Theologiestudiums durch die Nachholung der erforderlichen
Sprachnachweise.
Für
das Diplomstudium Katholische Theologie werden das (staatliche)
Latinum, das biblische Graecum und das Hebraicum (bzw. wenigstens
der sog. Hebräisch-Schein nach einem Semester Hebräisch-Kurs)
gefordert. Für das Lehramt in Katholischer Religionslehre an
Gymnasien wird im Land Rheinland-Pfalz das Latinum und der
Griechisch-Schein (Prüfung über das Biblische Griechisch nach
einem Semester) gefordert, für das Lehramt in Katholischer
Religionslehre an Realschulen wird das Latinum gefordert.
Ein von der Schule bescheinigtes sog. „Kleines Latinum“
wird nicht als ausreichender Nachweis lateinischer Sprachkenntnisse
anerkannt.
Die Theologische Fakultät
Trier bietet Sprachkurse in Latein, Griechisch und Hebräisch an,
die es ermöglichen, die anerkannten Sprachnachweise in zwei
bzw. höchstens drei Semestern zu erwerben und damit relativ
rasch die Aufmerksamkeit den philosophischen und theologischen
Studien bis zur Zwischenprüfung bzw. bis zur Diplom-Vorprüfung
zuzuwenden.
Vom
Wintersemester 2004/05 an bietet daher die Theologische Fakultät
Trier Sprachkurse in
Latein, Griechisch und Hebräisch an, die in das Fachstudium
Katholische Theologie integriert sind:
1.
Einen Lateinkurs mit
fachspezifischen Schwerpunkten (also auch theologischen lateinischen
Texten), der das Winter- und das Sommersemester und eine
Intensivphase in den Monaten September/Oktober umfasst und auf die
staatliche Latinums-Prüfung vorbereitet, die jährlich im Oktober
stattfindet.
2.
Einen Griechischkurs (biblisches
Griechisch), der im Wintersemester beginnt und in den folgenden
Semesterferien mit einer Intensivphase fortgesetzt wird. (Die
Lehramtsstudierenden können den Griechisch-Schein nach dem
Wintersemester erwerben; die Diplomstudierenden erwerben das
biblische Graecum in der Prüfung nach der Intensivphase vor Beginn
des Sommersemesters).
3.
Einen Hebräischkurs über
zwei Semester, der jeweils im Sommersemester beginnt und nach dem
folgenden Wintersemester zum Hebraicum führt. Studierende, die die
Latein- und/ oder Griechisch-Nachweise erst im Hochschulstudium
erwerben, müssen nur den sog. Hebräisch-Schein (Prüfung nach
einem Semester) nachweisen.
Studierende,
denen das Latinum im Abiturzeugnis bescheinigt ist, können also im
Wintersemester und in den darauf folgenden Semesterferien das
Graecum und im darauf folgenden Sommersemester den Hebräisch-Schein
erwerben. Ab dem 3. Semester sind sie für das Theologiestudium frei
von allen Belastungen durch Sprachstudien.
Studierende,
die die Sprachnachweise für Latein, Griechisch und Hebräisch
erwerben müssen, können im 1. Semester mit Latein beginnen, das
sie nach der Intensivphase im September/Oktober vor dem 3. Semester
mit dem Latinum abschließen. Im 2. Semester (Sommersemester) haben
sie Hebräisch belegt und den Hebräisch-Schein erworben (Ende
Juli). Im 3. Semester belegen sie dann Bibel-Griechisch, das sie
nach der Intensivphase vor dem Beginn des 4. Semesters mit dem
Bibel-Graecum abschließen.
Lehramtsstudierende,
die Latein und Griechisch nachholen müssen, belegen vom 1. Semester
an bis einschließlich der Intensiv-Phase im Sept./Okt. den
Lateinkurs und legen die Latinumsprüfung ab. Im darauf folgenden
Wintersemester absolvieren sie den Kurs in Bibel-Graecum I und
erwerben den Griechisch-Schein. Ab dem 4. Semester sind sie frei für
die theologischen Studien und die Vorbereitung auf die Zwischenprüfung.
Ein
gleichzeitiger Beginn der Sprachkurse in Latein und Griechisch ist
nur den Studierenden zu empfehlen, die eine große Begabung für
Sprachen mitbringen. Daher kann ein Studienbeginn der Theologie im
Sommersemester bei Fehlen aller drei Sprachnachweise dazu führen,
dass die Diplom-Vorprüfung erst im 5. Fachsemester abgelegt werden
kann.
Mit
diesem Angebot kommt die Theologische Fakultät Trier all den
Studierenden entgegen, die solide Sprachkenntnisse in Latein
und/oder Griechisch und Hebräisch erwerben wollen, ohne deshalb die
Studienzeit verlängern zu müssen.
Prof.
Dr. Josef Steinruck
Hans-Joachim
Cristea-Vasile, Akademischer Rat. |