Hieronymus-Preis - Nachwuchsförderpreis
Hieronymus-Preis - Nachwuchsförderpreis

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Verleihung des Hieronymus-Preises und des
Nachwuchsförderpreises
Bilder
In einem akademischen Festakt wurde am 7. Januar 2009
feierlich der Hieronymus-Preis sowie der Nachwuchsförderpreis der
Theologischen Fakultät Trier verliehen.
Alle drei Jahre werden mit den vom Verein zur Förderung
der Theologischen Fakultät Trier e. V. gestifteten und mit 1000,– bzw. 250,–
Euro dotierten Preisen wissenschaftliche Nachwuchskräfte für ihre bei der
Theologischen Fakultät eingereichten
herausragenden Doktordissertationen
bzw.
hervorragenden Diplom- oder Staatsexamensarbeiten
gewürdigt. Benannt ist der Wissenschaftspreis für
die beste Promotionsschrift nach dem hl. Hieronymus, dem großen
Bibelgelehrten und Kirchenlehrer des 4./5. Jahrhunderts, der einen Teil
seiner theologischen und geistlichen Bildung in der
Augusta Treverorum
erhalten hat und Schutzpatron der Theologischen
Fakultät Trier ist.
Für ihre exzellenten Dissertationen wurden in diesem Jahr
gleich zwei Wissenschaftler
ausgezeichnet: Pfarrer Dr. Marc Röbel und
Frau Dr. Kerstin Schmitz-Stuhlträger wurden für ihre herausragenden
Forschungsleistungen mit dem
Hieronymus-Preis ausgezeichnet. Auf
die salomonische Lösung einer zweifachen Zuerkennung des Preises hatte sich
die von der Fakultätskonferenz eingesetzte Vergabekommission in ihrer
entscheidenden Sitzung vom 12. Dezember 2008 verständigt, da sich die
Doktorarbeiten beider Theologen qualitativ auf identisch hohem Niveau
bewegten.
Wie der Vorsitzende des
Vereins zur Förderung der Theologischen
Fakultät Trier e. V., Justizrat Willi
Decku, mitteilen konnte, hatte sich der Vereinsvorstand großzügigerweise
bereiterklärt, beiden Laureaten das volle Preisgeld zuzueignen. Der Rektor
der Theologischen Fakultät Trier, Prof. Dr. Reinhold Bohlen, dankte den
Förderinnen und Förderern der Fakultät nachdrücklich für ihre finanzielle
und auch ideelle Unterstützung. Nach einer kurzen Vorstellung durch den
Rektor, hatten die Preisträger sodann selbst Gelegenheit, wesentliche
Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit kurz darzustellen.
Die Doktorarbeit von
Dr. Marc Röbel
trägt den Titel: »Staunen und Ehrfurcht bei Peter
Wust« und wurde von Prof. Dr. Dr. Werner Schüßler, Inhaber des Lehrstuhls
für Philosophie II, angeregt und betreut. Bei der Studie handelt es sich um
eine historisch wie systematisch breit angelegte werkgeschichtliche Analyse.
Sie thematisiert nicht nur Fragen der philosophischen Anthropologie, sondern
ebenso der klassischen Metaphysik, der natürlichen Theologie und Ontologie,
der Erkenntnistheorie, der Kulturphilosophie und der praktischen
Philosophie.
Die Dissertation von
Frau Dr. Schmitz-Stuhlträger ist überschrieben: »Das Recht auf
christliche Erziehung im Kontext der katholischen Schule. Eine kanonistische
Untersuchung unter Berücksichtigung der weltlichen Rechtslage« und wurde von
Prof. Dr. Peter Krämer, Ordinarius für Kirchenrecht initiiert und begleitet.
Die Arbeit beleuchtet den Perspektivenwechsel, den das Zweite Vatikanische
Konzil im Bereich von Erziehung und Schule gebracht hat: Im Vordergrund
steht nun das Recht des Kindes auf eine christliche Erziehung; die
Katholische Schule wird als »Angebotsschule« zum Ort der Evangelisierung,
der in besonderer Weise auch für Bedürftige und Benachteiligte offen sein
muss.
Der
Nachwuchsförderpreis für die beste Abschlussarbeit erhielt
Dipl.-Theol. Christian Schröder
für seine hervorragende Diplomarbeit zum Thema »Die katholische
Armenfürsorge an der Saar im 19. Jh. am Beispiel des Ortes Wallerfangen«,
die vom Ordinarius für die Kirchengeschichte des Mittelalters und der
Neuzeit, Prof. Dr. Bernhard Schneider, angeregt und betreut wurde. Die
Studie arbeitet anhand von umfangreichem Archivmaterial exemplarisch die
kirchliche Praxis der Armenfürsorge im Saarland der Frühindustrialisierung
heraus und benennt Formen der Kooperation zwischen den verschiedenen
karitativ tätigen Institutionen.
Musikalisch umrahmt wurden der Abend von den Klängen des
d-moll Konzerts für zwei Violinen und Klavier von Antonio Vivaldi,
interpretiert von Grietje Baumert (erste Geige), Andrea Smith (zweite
Geige), Benedikt Gloger (Klavier).
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